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 Pfunderer Höhenweg 2017

Manche Dinge müssen reifen. Der Pfunderer Höhenweg gehört definitiv in diese Kategorie.

In ziemlicher und wohl auch naiver Selbstüberschätzung machte ich gemeinsam mit Trailmaxx in 2014 einen ersten Versuch, den Pfunderer Höhenweg nonstop zu begehen. Damals scheiterten wir vermeintlich am Wetter. 

2016 wagten sich Nici, Dieter und ich an einen neuen Versuch. Wir kamen zwar etwas weiter als mit Max in 2014, die letzten beiden Tagesetappen wehrten sich aber auch diesmal erfolgreich.

Zum Beweis, dass ich auch in hohem Alter noch lernfähig bin, entschied ich mich in diesem Jahr zu einer Komfort-Variante. Statt das Ding nonstop angehen zu wollen, sollten die normalerweise 6 Tagesetappen auf gemütliche 3 Tage verteilt werden.

Der Plan war, am Freitag frühmorgens in Nürnberg zu starten, gegen 10:00 h in Wiesen bei Sterzing loszulaufen und die ersten beiden Etappen bis zur Brixner Hütte abzuhaken.

Für den Samstag standen 3 Etappen mit Übernachtung auf der Tiefenrasthütte auf dem Plan, die Schlußetappe sollte am Sonntag nach Bruneck führen, um von dort mit dem Zug zurück nach Sterzing zu kommen und anschließend wieder nach Hause zu fahren.

Potentielle Mittäter waren in Nici und Sebastian schnell gefunden. Die Wetterprognosen versprachen dann die Komfort-Edition auch noch mit gutem Wetter zu garnieren.

Start in Wiesen

 Unterwegs in Richtung Simile Mahd Alm

Tiefenentspannter Hofhund an der Simile Mahd Alm

Ausfstieg zum Sengesjöchl

Der Wilde See

 Da ist es ja, das weiße Reh :)

Abstieg vom Rauhtaljoch

Unser Tagesziel, die Brixner Hütte
(22 km, 2.881 m + / 1.564 m - , brutto 8:00 h, netto 07:25 h)

Morgenstimmung vor der Brixner Hütte

Auf der Steinkarscharte

 Unterwegs zur Weitenbergalm

Die Kellerscharte

Wegelagerer

Vor dem Brenninger Biwak wird es technischer

Blockgelände im Anstieg zur Gaisscharte

Abstieg in Richtung Edelrauthütte

Laufen geht hier nicht wirklich

Der Eisbruggsee unterhalb der Edelrauthütte

 Die Kuhscharte macht ihrem Namen alle Ehre

 Wilde Wege

 Der Passensee 

Aufstieg zur Hochsägerscharte

In der Scharte (2.650 m)

 Unser Tagesziel, die Tiefrastenhütte mit dem gleichnamigen See
(30,50 km, 3.340 m + / 3.306 m - ,
brutto 11:45 h, netto 11:00 h)

Gutgelaunter Start zur letzten Etappe

Blick zurück zur Tiefrastenhütte

"Lamas" am Kleinen Tor

Die Zwölferspitze - Cima Dodici

Höhenweg ist Höhenweg :)

Unser Poser-Girl

Von hier an geht es runde 1.600 Höhenmeter am Stück bergab nach Bruneck

Tag 3 mit ca. 20 km, 750 m + / 2.200 m - ,
brutto 5:45 h, netto 5:25 h

Der Pfunderer Höhenweg 2017 war nicht nur eine Komfort-, sondern auch erstmals eine Schönwetter-Edition. Mit den Erfahrungen aus drei Jahren halte ich die jetzt gefundene Variante mit 3 Tagen für die am besten machbare. Nonstop würde ich den Pfunderer, auch wegen der teilweise doch recht technischen Abschnitte, nicht mehr versuchen wollen.

Für mich ist der Pfunderer eine echte Empfehlung. Landschaftlich wunderschön, auf der Alpensüdseite und damit wettertechnisch eher begünstigt, alles andere als überlaufen. Die Brixner Hütte und die Tiefrastenhütte sind ausgezeichnete Stützpunkte. 

Die Rückfahrt von Bruneck nach Sterzing ist mit dem Zug (Taktverkehr jede Stunde) gut machbar. Und die letzten 2 km vom Bahnhof Sterzing zum Auto nach Wiesen sind auch noch zu schaffen.

Bei Nicole und Sebastian bedanke ich mich für die Begleitung und das schöne gemeinsame Wochenende. Auf ein neues in 2018?