Willkommen
Via degli Dei 2017
Pommel2k
SWU 2017
JUNUT
3. NAFPUT 2016
PTL 2016
Pfunderer Höhenweg
2. NAFPUT 2016
SWU 2016
1. NAFPUT 2015
Karwendel Freetrail
GR 20 Trans-Korsika
SWU 2015
Adamello Ultra Trail
AUT in Italiano
Ortler 2014
Pfunderer Höhenweg
Dolomiti Sky Run 14
WiBoLT 2014
SWU 2014
Laufplanung 2014
Watzmann Ostwand
Südtirol Ultrarace
UTC 2013
SWU 2013
JUNUT 2013
PTL 2012
PTL 2012 Seite 2
Adamello 2012
JURASTEIG NONSTOP
SWU 2012
Trail L´Infernal
TOE 2011
Verbier St. Bernard
Jurasteig Nonstop 11
SWU 2011
Tor des Géants 2010
PTL 2009
Zugspitzrunde 2010
Adamello Super Trail
Lavaredo 2010
Lavaredo 2009
Restonica-Trail 2009
Trail Petit Ballon
Zeugenbergrunde 2010
Links
Kontakt
Sitemap

La Petite Trotte à Léon (PTL) 2012 

Der UTMB hat unbestreitbaren Kultstatus. 718 Trailer aus 19 Nationen folgten im Jahr 2003 erstmals dem Ruf nach Chamonix um nonstop in einer großen Runde um den Mont-Blanc zu laufen. 

 

Auf den Pfaden der "Tour du Mont-Blanc" legten sie 155 km mit einem Höhenunterschied von knapp 8.000 m zurück. Lediglich 67 der Startenden erreichten damals das Ziel in Chamonix und begründeten damit den legendären Ruf des UTMB.

Bis 2005 änderte sich nur wenig. Es gab die Option, bei km 76 in Courmayeur (Italien) oder km 120 in Champex Lac (Schweiz) auszusteigen. Wer diese Distanzen bewältigt hatte, wurde in einer eigenen Wertung geführt. 2005 nahm ich erstmals am UTMB teil, damals beendete ich den den Lauf in La Fouly bei km 102. Im Jahr 2006 folgte mein Finish auf der Gesamtdistanz.

2006 wurde das Angebot uch um den CCC erweitert. Statt in Chamonix starteten die Läufer in Courmayeur (I), waren aber sonst auf der gleichen Strecke über Champex Lac (CH) nach  Chamonix (F) unterwegs.

"Léons kleiner Spaziergang", so die Übersetzung von Petite Trotte à Léon, kam 2008 als Teamlauf dazu. Damals mit einer Distanz von 220 km und 17.000 Höhenmetern das kurzfristige Nonplusultra beim Traillauf. In jenem Jahr startete ich zum ersten Mal beim PTL.

Im Jahr 2009 wuchs die Distanz des PTL schon auf 240 km, der Höhenunterschied auf 17.500 m.

2010 waren meine Saisonhöhepunkte der Tor des Géants (TdG), 2011 die Tour de l' Oisans et des Ecrins (TOE). In diesen Jahren verfolgte ich den Verlauf des PTL und insbesondere die deutschen Teilnehmer nur virtuell.

2012 lockte die Ausschreibung des PTL mit 290 km und 22.000 Höhenmetern. Ich suchte zunächst nicht aktiv nach möglichen Partnern (der PTL kann nur im Team von 2 oder 3 Personen gelaufen werden). Stefano Bartolini aus Italien und Chris Marolf aus der Schweiz, zwei gute Bekannte auf den langen Trail-Distanzen, boten sich jedoch bald als willkommene Partner an. Beide sind üblicherweise im gleichen Zeitfenster wie ich unterwegs, beide sind Finisher des TdG, gute Voraussetzungen, um ein homogenes Team zu bilden. 

Das Team All.Sv.It. 2012
Gerhard, Chris und Stefano

Der Name unseres Teams entstand aus unseren Heimatländern ALLemagne, SVizzera und ITalia. Als dem Senior im Team und zweimaligem Teilnehmer am PTL fiel mir die Rolle des "Chef d`Équipe" zu. Chris bot sich als erfahrener Teilnehmer an vielen Orientierungsläufen in der Schweiz an, die Navigation mit GPS und Karte zu übernehmen.

Am Sonntag, dem 26.08.2012, treffen wir uns in Chamonix. Der Abend vergeht kurzweilig. Am Montag um 15:00 h sehen wir uns bei der Ausgabe der Startnummern wieder. Beim Briefing um 18:00 h nehmen die sehr mäßigen Wetteraussichten eine großen Raum ein.

Nach dem Start am Montag um 22:00 h könnten wir noch bis Mittwoch mit gutem Wetter rechnen. Danach drohten Gewitter und ein Wettersturz mit Schnee und starkem Wind in den Hochlagen. Keine guten Aussichten für einen Lauf auf Bergpfaden und Singletrails, die überwiegend in Höhen zwischen 2.000 und 3.000 m liegen.

Es gibt auf der Strecke keine klassischen Verpflegungsstellen. Statt dessen können sich die Läufer auf "Partner-Hütten" versorgen, die an der Route liegen. Die Leistungen, die der einzelne Teilnehmer dort in Anspruch nimmt, sind allerdings nicht im Startgeld von  535,00 EURO pro Team enthalten. Der Veranstalter transportiert allerdings zwei Drop-Bags nach Champex Lac (km 84,5) und Morgex (km 204.5). Dort besteht die Möglichkeit zu duschen, Kleider zu wechseln, zu schlafen. Außerdem wird dort eine warme Mahlzeit angeboten.

Die Partner-Hütten liegen bis zu 40 km auseinander. Dazwischen sind wir auf uns alleine gestellt. Dementsprechend groß und natürlich auch schwer sind die Rücksäcke mit Pflichtausrüstung, Getränken und Nahrung.

Alle Teams haben jeweils einen vom Veranstalter gestellten GPS-Sender, der Satelliten gestützt alle 10 Minuten die Position übermittelt. Dies geschieht primär aus Sicherheitsaspekten, ermöglicht aber auch Partnern, der Familie und Freunden, den Läufer zu verfolgen.

Am Montagabend um 21:00 h schalten sich die Sender automatisch ein. Nacheinander treffen die insgesamt 67 Teams am Startgelände ein.

Place du Triangle de l`Amitié in Chamonix

Um 22:00 h schickt uns Mme. Catherine Poletti auf die Strecke. Einige wenige 100 m geht es auf Asphalt durch Chamonix, dann  auf schmalen aber guten Singletrails steil hinauf zum Col de Brevent (2.368 m). Die 1.500 Höhenmeter, die wir von Chamonix aus dorthin zurücklegen müssen, sind auf 7,9 km verteilt. Schon nach 2:20 h sind wir am Col. Das sind knappe 650 Höhenmeter pro Stunde, damit liegen wir auf Platz 33.

Das Tempo passt, wir fühlen uns gut und machen uns gleich an den Abstieg zur Pont de l`Arlevé auf 1.597 m. Von dort geht es über das Refuge Moede-Anterne, wo wir unsere Wasservorräte auffüllen, zum Col d´Anterne auf 2.257 m. 

 

Refuge Moede-Anterne

Die folgenden Abschnitte führen uns in einer sternenklaren Nacht  ca. 8 km wieder ins Tal bis auf 1.439 m hinunter. Dort befindet sich eine Kontrollstelle. Einen Bach nützen wir zum Nachtanken der Wasserflaschen, dann beginnt der lange Aufstieg zum Buet. Steil und teilweise auch ausgesetzt steigen wir durch die Nacht. Das Läuferfeld ist noch ziemlich nahe beieinander und so zieht sich die Lichterkette der Stirnlampen beinahe über den gesamten Anstieg.

Wenige 100 m unterhalb des Gipfels dämmert der neue Tag. Im ersten Licht begegnen wir einem Steinbock, der sich durch uns nicht stören lässt und seelenruhig auf seinem Aussichtsfelsen steht.

Morgensonne über dem Mont-Blanc 

Je näher wir dem Gipfel des Buet kommen,
desto interessanter wird die Wegführung 

Die Ausblicke sind... 

...einfach beeindruckend

Chris und... 

... Stefano unterwegs zum... 

... Gipfel des Buet (3.096 m)

weiter auf Seite 2