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Tor des Géants

Trailrunning oder Speedhiking?
Auf alle Fälle länger, weiter und schwieriger!

Ultra-Trail mit 330 km mit 24.000 m +/- auf den Höhenwegen Alta Via 1 und Alta Via 2 im Aostatal 

Grenzen zu verschieben ist offenbar immer noch möglich. Im Wettstreit der Veranstalter um den längsten und/oder schwierigsten Trailrunning Wettbewerb hatten in 2010 wohl die VALLE D'AOSTA TRAILERS (früher Courmayeur Trailers) die Nase vorne.

Der mit Unterstützung der gesamten Autonomen Region Aostatal erstmals durchgeführte "Tor des Géants" (TdG) lässt die anderen langen Läufe in den Alpen weit hinter sich zurück.

330 km auf meist hochalpinen Pfaden in der Horizontalen, 24.000 hm im Auf- und Abstieg, 25 Pässe oder Gipfel über 2.000 m Höhe, 16 davon höher als 2.500 m, tiefster Punkt der Strecke 300 m, höchster Punkt 3.300 m . Zeitlimit: 150 Stunden. Das sind nur einige Highlights dieses Laufes. 

Zur Verdeutlichung:

330 km entsprechen etwa der Entfernung von meiner Heimatstadt Nürnberg nach Innsbruck. 24.000 hm in Auf- und Abstieg bedeuten ca. elf Mal vom Talort Garmisch/Hammersbach (753 m) auf die Zugspitze (2.957 m) und wieder hinunter.

Die vollständige Begehung der Höhenwege Alta Via Nr. 1 und 2 ist in den Wanderführern mit 20 bis 25 Tagesetappen beschrieben.

Streckenverlauf bei GPSies.com

Der Monte Bianco (4.810 m) beherrscht das Aostatal

356 gemeldete Teilnehmer aus 16 Nationen stellten sich bei der Erstaustragung 2010 dieser neuen Herausforderung. Bei einem Lauf im italienisch-französischen Grenzgebiet südlich des Monte Bianco kommt die Mehrheit der LäuferInnen naturgemäß aus den beiden genannten Ländern.

Aus Deutschland waren mit mir 5 TeilnehmerInnen gemeldet.

Mit Julia Böttger (Trailschnittchen) und Uli Calmbach (Gesamt 4. UTMB in 2009, Sieger Chiemgauer 100 und Trail Verbier Saint-Bernard in 2010) waren dabei zwei Aspiranten auf die vorderen Plätze vertreten. Anke Drescher ( All-Time-Finisher UTMB), Helmut Kimmerle und ich  vervollständigten das deutsche Aufgebot. Georg Weiss konnte verletzungsbedingt leider nicht starten und fungierte als omnipräsenter Betreuer für Anke Drescher und Motivator für uns andere. 

Der Lauf ist als Non-Stop Veranstaltung konzipiert und dabei in 7 Sektoren unterteilt:

Sektor 1
Courmayeur – Valgrisenche 49 km, 3.750 m D+, 3.295 m D-

Sektor 2
Valgrisenche – Cogne 53,5 km, 4.137 m  D+, 4.268 m D-

Sektor 3
Cogne – Donnas 46,5 km, 1.383 m D+, 2.600 m D-

Sektor 4
Donnas – Gressoney St. Jean 53 km.  4.584 m D+, 3.585 m D-

Sektor 5
Gressoney St. Jean – Valtournenche 36 km, 2.749 m D+,  2.676 m D-

Sektor 6
Valtournenche – Ollomont 44 km, 3.404 m D+, 3.534 m D-

Sektor 7
Ollomont – Courmayeur 49 km, 2.905 m D+, 3.104 m D-

In den einzelnen Zielorten befindet sich jeweils eine große Versorgungsstation (Base Vita) mit Dusch- und Schlafmöglichkeiten, warmen Mahlzeiten und medizinischer Versorgung. Auf der Strecke finden sich weitere Versorgungsstellen, teilweise nur mit Getränken, andere auch mit Verpflegung.

Die Streckenführung orientiert sich weitgehend an den markierten Höhenwegen Alta Via Nr. 1 und 2, die beidseits des Aostatals eine traumhafte und weitgehend unberührte Hochgebirgslandschaft erschließen.

Sonntag 12.09.2010, Sektor 1 - Das Abenteuer beginnt -

Die Ausgabe der Startnummern mit Pasta-Party und Briefing findet bereits am Vorabend statt. Am Sonntag Morgen füllt sich das Zentrum von Courmayeur, der kleinen und für mich schöneren italienischen Schwester von Chamonix, schnell mit LäuferInnen samt Anhang. Die Anspannung ist vielen ins Gesicht geschrieben - schließlich begeben sich, auch wenn ich viele PTL-Finisher der Jahre 2008 und 2009 wiedersehe, doch die meisten von uns, hinsichtlich Länge  und Anforderungen des Laufes, auf Neuland. 

Helmut Kimmerle, mein Partner beim PTL 2009 und ich 

Amici italiani: Nicole und Leo mit ihrer Tochter Luna 

Andiamo ragazzi!

Die Stimmung ist großartig. Die Sommersaison in Courmayeur ist nahezu vorbei. Dennoch laufen wir durch ein dichtes Spalier von begeisterten Zuschauern. 

Kurz nach dem Ortsende von Courmayeur beginnt der Aufstieg zum
Col d´Arp. Die ersten 1.400 Höhenmeter und die milde Spätsommersonne lassen uns rasch auf "Betriebstemperatur" kommen. 

Am Col d´Arp (2.571 m) mit Igno Mevissen 

Gut laufbar geht es durch das Tal von Youlaz hinunter nach
La Thuile (1.435 m) zur ersten Verpflegungsstelle bei km 19,8 

Es folgt der Anstieg zum Rifugio Deffeyes.
Den Weg zur Hütte hatten wir 2009 beim PTL in  der 2. Nacht
zu bewältigen, damals allerdings im heftigen Regen.

Der Lac du Glacier kurz vor dem Rifugio Deffeyes

Das Rifugio Deffeyes (2.500 m) mit Getränkestation 

Es wird hochalpin: Blick zum Passo alto (Haut Pas) 

Nach den letzten Metern im Aufstieg auf 2.857 m... 

... geht es wieder steil bergab

Blick zurück zum Passo alto.
Es folgt der Abstieg zur Getränkestation auf der Alpe di Promoud
(2.022 m) ...

... und der steile und teilweise versicherte Anstieg zum
Col de Crosatie (2.838 m) 

Am Col ist es kalt und windig geworden

Im Abstieg zur Getränkestation in Planaval (1.554 m)
beginnt die erste Nacht

Es ist Sonntag Abend, ca. 21.30 h, und vor mir liegen noch 6 km bis zum Base Vita in Valgrisenche, das ich gegen 22:30 h erreiche. Duschen, eine warme Mahlzeit, Schlafplatz in der Halle suchen,  eine kurze Schlafpause , Aufstehen um 01:00 h, Frühstück, gegen 02.00 h mache ich mich gemeinsam mit Helmut Kimmerle wieder auf den Weg.

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